Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt Wolfsgebiet

Auf der Wolfstagung am 3. Juni 2016 im Schweriner Schloss verkündete Minister Dr. Till Backhaus, dass das gesamte Bundesland - mit Ausnahme der Ostseeinseln - zum sogenannten Wolfsgebiet erklärt wird.

Somit können jetzt mehr Schaf- und Ziegenhalter Förderung für Präventionsmaßnahmen beantragen.

 

Gefördert werden können bis zu 75 %:

  • Anschaffungen zur Einfriedung von bislang betroffenen Haus- und Nutztierarten sowie Wildtieren (Gatterwild), die über den definierten Grundschutz hinaus gehen - erweiterter Herdenschutz

    • optische Verstärkung der Zäune durch Breitbandlitzen (Flatterband) über oder vor dem Standardschutzzaun
    • Netzzäune mit Erdungen ab einer Höhe von 1,1 m mit entsprechenden Weidezaungeräten und Akkus sowie Ladegeräten
    • der Schutz vor Untergrabung nicht elektrischer Zäune (Zaun 20 cm tief eingraben oder eine E-Litze mit max. 20 cm Bodenabstand)

  • Ausgaben zur Anschaffung und Ausbildung geeigneter Herdenschutzhunde
  • Maßnahmen zur Akzeptanzförderung und Öffentlichkeitsarbeit

 

Wichtig! Mit dem Ablauf der Übergangsfrist von einem Jahr nach Bekanntwerden der Kulisse - am 26. Juni 2017 - muss der Grundschutz im Wolfsgebiet eingehalten werden. Sofern dieser nicht eingehalten wird, sei es durch zu niedrige Zäune oder eine unzureichende Einfriedung der Herde z.B. an Wasserläufen, können keine Kompensationszahlung bei einem Übergriff geleistet werden.

 

Der Grundschutz definiert sich wie folgt: 

  • 90 cm hoher, komplett geschlossener Nutzgeflecht- oder Litzenzaun, dessen Abstand zum Boden kleiner als 20 cm ist
  • bei Litzenzäunen muss der Abstand zwischen den Litzen kleiner als 20 cm sein
  • E-Zäune müssen eine Spannung von mindestens 2000 V, 1 J aufweisen
  • Maschendrahtzäune müssen mindestens 120 cm hoch sein

 

Bewilligungsbehörden

 

Hinweis: Erst Angebote einholen und die Bewilligungsbehörden kontaktieren! Nach dem Erhalt des positiven Förderbescheids können erweiterte Herdenschutzmaßnahmen angeschafft werden.

 

  • Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg

(Bewilligungsbehörde)

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg

Bleicherufer 13

19053 Schwerin

Herr Nils Meyer 0385-59586-411 Nils.Meyer@staluwm.mv-regierung.de

 

  • Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte

(Bewilligungsbehörde)

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte

Neustrelitzer Straße 120

17033 Neubrandenburg

Herr Falk May 0395-38 069 409 Falk.May@stalums.mv-regierung.de

 

  • Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

(Bewilligungsbehörde)

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

Erich-Schlesinger-Straße 35

18059 Rostock

Frau Iris Kossow 0381-33 167 401 Iris.Kossow@stalumm.mv-regierung.de

Frau Kerstin Albrecht 0381-33 167 401 Kerstin.Albrecht@stalumm.mv-regierung.de

 

  • Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern

(Bewilligungsbehörde)

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern

Badenstraße 18

18439 Stralsund

Frau Grit Möser 03831-696 4004 Grit.Moeser@staluvp.mv-regierung.de

 

  • Nationalparkamt Müritz

(Bewilligungsbehörde)

Nationalparkamt Müritz

Schlossplatz 3

17237 Hohenzieritz

Herr Volker Spicher 039824 – 25 226 V.Spicher@npa-mueritz.mvnet.de

 

  • Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee

(Bewilligungsbehörde)

Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee

Wittenburger Chaussee 13

19246 Zarrentin

Frau Mathias Hippke 038851-30 228 m.hippke@bra-schelb.mvnet.de

 

 

Rissgutachter

Bei gerissenen Nutztieren mit dem Verdacht auf einen Wolf als Verursacher sollte unbedingt der Schadensort und der/die Kadaver unverändert gelassen und evtl. die Tiere abgedeckt werden. Es dürfen keine Hunde auf die Weide. Sofort müssen LUNG bzw. Rissgutachter angerufen werden. Diese untersuchen und dokumentieren die gerissenen Tiere (Lage der Bisse, Tötungsbiss, Schleifspuren, Genetik-Probe, Fotos), das Umfeld (Spuren des Verursachers, Eintrittsstelle auf die Weide, Losung) und beraten zu Sofortmaßnahmen und einer Notfall-Ausrüstung. Die Gutachter fertigen auch die Rissprotokoll(e) für den Antrag auf Kompensation an, die dann bei den bereits genannten Bewilligungsbehörden eingereicht werden. Die Kontakte der Rissgutachter für MV lauten wie folgt:

 

  • Kristin Zscheile           03843 - 777 214 oder 0170 765 88 87

kristin.zscheile@lung.mv-regierung.de

 

  • Norman Stier               0171 48 59 789

stier@forst.tu-dresden.de; normanstier@t-online.de

 

  • Volker Spicher            039824 - 25 226 oder 0172 99 69 435

V.Spicher@npa-mueritz.mvnet.de

 

  • Frank Jüttner               039771 - 52 96 141 oder 0170 79 28 629

frank.juettner@bundesimmobilien.de

 

  • Falk May                      0395 - 38 069 409 oder 0175 29 54 555 d

falk.may@stalums.mv-regierung.de

 

  • Steffen Behl                038825 - 22 043 oder 0176 99 58 58 11

steffen_behl@hotmail.com

 

  • Ralf Koch                    0162 20 50 575

r.koch@np.mvnet.de


  • Volker Demmin            0162 - 20 50 569

v.demmin@bra-schelb.mvnet.de

 

  • Torsten Dinse            0174-9387951

torsten.dinse@lfoa-mv.de

 

  • Axel Griesau             0162 - 212 23 87

axel.griesau@ling.mv-regierung.de

  • Thorsten Manthey      03843 - 755 66 123

thorsten.manthey@lkros.de

  • Paul Neumann          0152 – 22 50 37 31

j.neumann@bra-schelb.mv-net.de



Die Vorfälle werden innerhalb von 24 Stunden vor Ort begutachtet und der Tierhalter erhält Hilfe zur Sicherung seiner Herde(n). Ist der Wolf als Verursacher des Schadens nicht auszuschließen, dient das Protokoll des Gutachters gleichzeitig als eine Grundlage für die Zahlung einer Kompensation.

 

 

 

 

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