Mela 2008 brach Rekorde

Zwischen dem 11. – 14. September 2008 öffnete die inzwischen 18. Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung für Jung und Alt ihre Tore. Mit 67.220 Besuchern verzeichnete die MeLa nicht nur einen neuen Besucherrekord sondern avancierte mit über 1.000 Ausstellern zur größten regionalen Landwirtschaftsausstellung Deutschlands. Dem Publikum bot sich dabei ein breites Spektrum an heimischer Land- und Ernährungswirtschaft. Besondere Zuschauermagneten waren die Tierschauen und die Tierzelte.

Der Landesschafzuchtverband präsentierte sich mit 25 Ausstellern und 15 verschiedenen Rassen und sorgte bei den Besuchern für eine kleine Sensation. Ein Weißköpfiges Fleischschaf aus der Zucht von Ulrich Hasenleder brachte Zwillinge zur Welt. Till und Rainer wurden die beiden Lämmer getauft, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und Bauernpräsident Rainer Tietböhl übernahmen selbstverständlich die Patenschaft für den Nachwuchs.

 

Wettbewerb der Land- und Milchschafrassen

In diesem Jahr stellten sich die Land- und Milchschafrassen dem Wettbewerb. Mit Arno Rudolph Zuchtleiter aus Thüringen, Klaus Herrmann – Vorsitzender des Landesschafzuchtverbandes und Dr. Renate Rosenmöller – Skuddenzüchterin konnte eine fachkompetente Richterkommission gewonnen werden. Bei den Rauhwolligen Pommerschen Landschafen präsentierte sich der Pommernhof Westphal GbR aus Groß Zicker von seiner besten Seite. Alle Titel vom „Besten Bock“, „Bestes Muttertier“ bis zur „Besten Kollektion“ wurden von den Rüganern gestellt. Selbst der Wollsieger über alle Rassen kam aus Groß Zicker. Weitere Ergebnisse können den folgenden Tabellen entnommen werden.

Rauhwolliges Pommersches Landschaf
Beste Kollektion Ia Pommernhof GbR Westphal, Groß Zicker
Ib Neubauer GbR, Trent
Ic Renato Mann, Groß Miltzow
Bester Bock Ia Pommerhof GbR Westphal, Groß Zicker
Ib Pommerhof GbR Westphal, Groß Zicker
Ic Renato Mann, Groß Miltzow
Bestes Muttertier Ia Pommerhof GbR Westphal, Groß Zicker
Ib Christof Kraft, Kossow
Ic Neubauer GbR, Trent

Im Anschluss stellten sich die Gotland- und Jakobschafe dem kritischen Blick der Kommission. Bei den Gotlandschafen überzeugten ein Bock vom Haustierpark Tüzen und ein Muttertier von Alf Korzetz aus Burg Stargard. Bei den Vielhornschafen kamen der beste Bock aus der Zucht von Kathleen Wagner aus Parum und das beste Muttertier von der Agrarhof Service Brüel GmbH.

Gotlandschaf
Bester Bock Ia GGP mbH Haustierpark Tüzen
Ib Alf Korzetz, Burg Stargard
Bestes Muttertier Ia Alf Korzetz, Burg Stargard
Ib GGP mbH Haustierpark Tüzen
Jakobschaf
Bester Bock Ia Kathleen Wagner, Parum
Ib Agrarhof Service Brüel GmbH
Bestes Muttertier Ia Agrarhof Service Brüel GmbH
Ib Kathleen Wagner, Parum

Bei den folgenden Rassen wurde jeweils das beste Tier der Kollektion ausgezeichnet, wobei der Walachenbock vom Haustierpark Tüzen mit seinem Gehörn sehr beeindruckte.

Bestes Tier der Rasse
Coburger Fuchsschaf Sabine Schütte , Lübesse
Soay-Schaf GGP mbH, Haustierpark Tüzen
Walachenschaf Haustierpark Tüzen
Kerry-Hill Frank Hempel, Wusterhusen

Die ausgeglichenste Nachzuchtsammlung eines Bockes stellte Sabine Schütte aus Lübesse mit drei weiblichen Coburger Fuchsschafen, von denen besonders der Zuchtleiter aus Thüringen begeistert war. Beim Wettbewerb um das fruchtbarste Mutterschaf fiel den Preisrichtern die Entscheidung sehr schwer, standen sich ein zehn Jahre altes Schwarzköpfiges Fleischschaf mit zehn Lammungen, 21 geborenen und aufgezogenen Lämmern und ein acht Jahre altes Ostfriesisches Milchschaf mit acht Lammungen und ebenfalls 21 geborenen sowie aufgezogenen Lämmern gegenüber. Letztlich wurden beide Mutterschafe Sieger, die trotz dieser hohen Leistung noch sehr gut aussahen.

Beste Kollektion über die Rassen
Ia Coburger Fuchsschaf
Ib Jakobschaf
Ic Rauhwolliges Pommersches Landschaf
Wollsieger
Ia Rauhwolliges Pommersches Landschaf
Ib Jakobschaf
Fruchtbarstes Mutterschaf
Ia Schwarzköpfiges Fleischaf
Ia Weißes Ostfriesisches Milchschaf

Der Donnerstagabend klang beim Stallgassenfest – wieder in gewohnter Weise im Kleintierzelt – mit viel Gemütlichkeit und einem Lamm von Sabine Schütte zubereitet vom Agrarhof Brüel aus.

 

 

Jungzüchterwettbewerb

Der Samstagvormittag stand ganz im Mittelpunkt der Jungzüchterwettbewerbe. Bei den Schafen wetteiferten 18 Jungen und Mädchen in vier verschieden Klassen um den Titel des besten Jungzüchters. Bei den jüngsten Teilnehmern konnte Karl Grumbach den Wettbewerb für sich entscheiden. Paul Glasenapp – das erste Mal dabei – ging nach einem Stechen mit Arne Meyn als Sieger der Altersklasse II hervor. In der Altersklasse III und bei den Lehrlingen/Facharbeitern errangen die Geschwister Maria und Michael Pundt jeweils die ersten Plätze. Außer Konkurrenz startete die zweijährige Jona Korzetz mit einem Gotlandschaf und beeindruckte mit dem Vorführen des Tieres nicht nur die Preisrichter Bernhard Cordts und Sigrid Lückhoff.

Altersgruppe I (5 bis 7 Jahre) Punkte Platzierung
Karl Grumbach - Blankenhagen 41 1
Jenny Hagemann - Alt Käbelich 38 2
Tasina-Sue Korzetz - Burg Stargard 29 3
Altersgruppe II (9 bis 12 Jahre)
Paul Glasenapp - Groß Grabow 40 1
Arne Meyn - Rom 39 2
Jan Hagemann - Alt Käbelich 37 3
Altersgruppe III (14 bis 18Jahre)
Maria Pundt - Kirch Stück 45 1
Susanne Giese - Wilhelminenhof 44 2
Pierre Römpage - Dalberg 40 3
Altersgruppe IV (Lehrlinge & Facharbeiter)
Michael Pundt - Kirch Stück 44 1
Dörte Nilsson - Behrenhoff 39 2
Phillip Strelow - Alt Käbelich 38 3

Spinnwettbewerb

Der Spinnwettbewerb jährte sich in diesem Jahr inzwischen schon zum zehnten Mal. Schirmherren über diese Veranstaltung waren Heidrun Becker Vorsitzende des Landfrauenverbandes, Rainer Tietböhl sowie Dr. Till Backhaus. Traditionell stieß der Bauernpräsident mit jedem der 30 Teilnehmer mit einem Kartoffelschnaps an, damit lief das Spinnrad gleich noch mal so gut. Erfolgreich war Brigitta Traber aus Neu Poserin, die mit einer Fadenlänge von 339,1 m den ersten Platz erreichte. Ihr Mann Ralph Traber verteidigte die Ehre der Männer und verpasste mit einer Fadenlänge von 282,03 nur knapp den dritten Platz. Besonderer Dank geht an Familie Aschendorf, die den LSV bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung unterstützt hat. Neben dem Spinnwettbewerb demonstrierte Armin Kleinhans vor den Augen der interessierten Besucher das Scheren von Schafen.

...und den längsten Faden spann:
1. Brigitta Traber Neu Poserin 339,1 m
2. Karin Pfluger Wittenburg 300,83 m
3. Gabriele Dahnke Gallin 282,7 m

 

Das war neu…

Neuerungen gab es nicht nur bei den Ausstellern, sondern auch das Programm der MeLa wurde um eine weitere Attraktion bereichert. In diesem Jahr wurde erstmalig eine KinderMeLa durchgeführt – eine Veranstaltung nur für die kleinen Zuschauer. Der Vorsitzende des Landesschafzuchtverbandes Klaus Herrmann vermittelte den Teilnehmern viel Wissenswertes zum Multitalent Schaf, was es frisst, wie man die Haare der Schafe nennt und was man daraus machen kann oder welche Unterschiede es zwischen Land-, Milch- und Fleischschafen gibt. Anfassen erlaubt – viele Kinder nutzten die Gelegenheit, um einmal in die Wolle eines Schafes zu greifen. Aber nicht nur die Schafe standen im Mittelpunkt der KinderMeLa, sondern auch Rinder, Bienen, Schweine und Pferde.

 

Landestierschau

Bei der Landestierschau präsentierte sich der Schafzuchtverband mit einer Rassevielfalt von Rauhwolligen Pommerschen Landschafen, Kerry Hill, Walachenschafen bis hin zu Burenziegen. Danilo Hiltner vom Gut Darß wurde während der Landestierschau als bester Nachwuchszüchter für die Betreuung der Burenziegen im Wieker Ökohof geehrt. Ältester Aussteller der MeLa 2008 war der 84jährige Friedrich Möhr, der zusammen mit seiner Frau Christa, das fruchtbarste Mutterschaf  ausstellte.

Eine Auszeichnung konnte auch Dr. Renate Rosenmöller aus Neu Vorwerk für das beste Muttertier auf dem Ministerempfang entgegennehmen, bei dem unser Voritzender Klaus Herrmann feierlich in den MeLa-Club aufgenommen wurde.

 

Auf diesem Wege möchten wir uns noch einmal bei allen Helfern und Teilnehmern recht herzlich bedanken, die mit ihrem Einsatz zu einem guten Gelingen dieser Ausstellung beigetragen haben.

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